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Österreichischer Fenstermarkt 2005 in sehr gesunder Verfassung

Der österreichische Fenstermarkt zeigt sich ganz im Gegensatz zum deutschen in einer sehr gesunden Verfassung. Besonders profitieren kann davon der Fensterfachhandel, der seinen Marktanteil bei rund 58% festigen konnte. Wachstumstreiber für den Gesamtmarkt ist die wieder anziehende Baukonjunktur. Der Fensterhandel erhält Rückenwind von den starken heimischen Fenstermarken, so die Ergebnisse einer aktuellen Studie der InterConnection Consulting Group. Bis 2007 jährliche Wachstumraten von 2 bis 3 Prozent Als Insel der Seligen präsentiert sich Österreichs Fenstermarkt. +1,7% beträgt der Anstieg auf 2,58 Mio. Fenstereinheiten im Jahr 2004. Das entspricht einem Marktvolumen von 600 Mio. Euro. "Die positive Entwicklung der Baukonjunktur hat alle Erwartungen übertroffen" begründet Alexander Schurian von InterConnection die Entwicklung. "Erstmals wurden auch Preiserhöhungen in einem hohem Maße weitergeben" ergänzt der Marktanalyst. 2004 ist der Beginn einer längeren positiven Entwicklung, die der österreichischen Fensterindustrie jährliche Wachstumraten von 2 - 3 % bis 2007 bescheren wird. Während Deutschland an einem Stimmungstief laboriert, sind die Österreicher bereit und willens, sich mit Bauvorhaben langfristig finanziell zu binden. Der Aufschwung findet im Kopf statt. Fast sechs von zehn Fenstern werden im Fachhandel gekauft: Verkaufskompetenz des Handels Eine interessante Entwicklung gibt es im Bereich der Vertriebsschienen in Österreich. Fast sechs von zehn Fenstern werden im Fachhandel gekauft. Baumärkte kommen auf einen Marktanteil von unter 5%, der Rest wird direkt verkauft. Die Fachhändler spotten der Geiz-ist-Geil-Tendenz und bauten ihren Anteil in den letzten Jahren beständig aus. Ursache dieser Entwicklung sind die in Österreich präsenten starken Marken. Internorm, Gaulhofer und Josko können nur durch aktive Handelspartner ihr Markenimage bewahren. Bei einem steigenden Anteil der Renovation wird die Verkaufskompetenz des Handels weiter an Bedeutung gewinnen. Holz und PVC sind regional sehr unterschiedlich verteilt. Im traditionellen Tirol hat der Holzwurm noch gut Lachen: Mit einem Holzanteil von über 40 Prozent schlägt Tirol sogar Holzhochburgen wie die Steiermark oder Vorarlberg. Salzburg ist der PVC-Hot Spot mit fast 80 Prozent Anteil der neu verkauften Fenster. Internorm setzt derzeit auf Akquisition in großem Stil Österreichs Fensterindustrie verdient den Namen Industrie. Im Gegensatz zu Deutschland oder Italien hat sich der Markt bereits stark konsolidiert und wird von knapp einem halben Dutzend überregionaler Hersteller dominiert, denen Österreich schon zu klein wird. Internorm setzt dabei derzeit vor allem auf Akquisition in großem Stil und erweiterte mit dem Kauf von Topic, GIG, Novoferm und acutal Fenstertechnik (nicht zu verwechseln mit der Actual Fenster AG in Traun) die Marken und Produktpalette. Josko setzt auf eine Strategie als Vollanbieter. Daneben können einige Local Heroes ihr Terrain bestens verteidigen. Die neuen Beitrittsländer weisen alle hohe Wachstumsraten am Fenstermarkt auf. Aufgrund der niedrigen Preise in diesen Ländern drohen Billigimporte den österreichischen Markt zu überschwemmen. Nur im Premiumsegment können einige österreichische Hersteller lukrative Nischen finden.

26.05.2005, InterConnection Consulting Group / glasstec.de

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